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Wie deine Faszien deine Körperstruktur bestimmen

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Wer sich auf meiner Website oder meinem YouTube-Kanal etwas umgeschaut hat, wird sicher schon festgestellt haben, dass die Faszien unsere Körperstruktur bestimmen. Aber wie funktioniert das genau?

Zunächst sollten wir kurz nochmal klären, was die Faszien eigentlich sind. Bei den Faszien handelt es sich um milchig weiße Häute, die du vielleicht schon Mal an Fleisch gesehen hast. Diese Häute umhüllen unsere Muskeln, Knochen und Organe. Faszien gehen an Muskelenden in Sehnen und Bänder über und dadurch wird alles mit allem verbunden. In unserem Körper bilden sie sogenannte myofasziale Zugbahnen, also Bahnen aus Muskeln und Faszien. Sind diese Strukturen völlig frei, also haben wir nirgendwo Verklebungen oder Verkürzungen der Faszien, so können wir uns ohne Bewegungseinschränkungen und Schmerzen bewegen. Sind einige Strukturen hingegen verkürzt oder verklebt, z.B. auf Grund von Bewegungsmangel oder sehr einseitiger Bewegung, entstehen erste Bewegungseinschränkungen und Fehlhaltungen. Diese sind zunächst nicht gleich sichtbar und auch nicht zwingend spürbar, da sich unser fasziales System langsam auf unsere häufigsten Bewegungen und Haltungsmuster einstellt.

Unsere Körperform folgt also der häufigsten Körperfunktion.

Das Problem an der Sache ist, dass eine veränderte Körperstruktur in einem Bereich dazu führt, dass andere Körperregionen zur Kompensation gezwungen werden. Angenommen dein Kopf hängt mit seinem Schwerpunkt etwa 10cm vor deinem Körper, die Faszien haben sich bereits an dieses Muster angepasst, weil du 8h täglich am Schreibtisch sitzt und vielleicht noch 2h täglich auf dein Smartphone gestarrt hast. Normalerweise ist dein Kopf im Gleichgewichtszustand über deinem Körper, es wird nur wenig Spannung benötigt, damit er dort bleibt. Jetzt zieht die Schwerkraft den Kopf jedoch ständig nach vorne, weil bestimmte Faszien kurz arretiert sind (in der Front), was dazu führt, dass andere Faszien lang arretiert sind (auf der Rückseite). Diese langarretierten Faszien und dazugehörige Muskeln müssen nun aber eine ständige Spannung aufbringen, um den Kopf nicht gänzlich nach vorn kippen zu lassen. Triggerpunkte, Verspannung und Schmerz sind die Folge, da der Muskel diese ständige Anspannung aufrechterhalten muss.

Diese Art der Kompensation ist recht leicht zu verstehen, jedoch wird es im Körper noch sehr viel komplexer. Rückenschmerzen können beispielsweise von einer unbeweglichen Hüfte herrühren, aber auch von verklebten Strukturen in der Schulter oder noch anderen Ursachen. Manchmal kann sich eine Fußfehlstellung in Knieschmerzen äußern, kann aber ebenso ursächlich über mehrere Kompensationsmechanismen für Nackenbeschwerden verantwortlich sein.

Um nochmal auf die Eingangsfrage zurückzukommen: Unser fasziales System passt sich dem Gebrauch unseres Körpers ständig und schleichend an. Sitzen wir ständig, verkürzen entsprechende Strukturen in der Front und Faszien im ganzen Körper können verkleben. In der Natur können wir darum jedes Tier mehrmals täglich bestimmte Streck und Rekelpositionen einnehmen sehen. Beobachte einfach mal deine Katze oder deinen Hund!

Dieses Wissen können wir zum Glück auch für uns nutzen. Zum einen müssen wir uns in vielfältiger Weise bewegen und dies in eine sinnvolle Weise in den Alltag integrieren, sodass wir wie die Katze mehrmals unser fasziales System befreien. Haben wir bereits körperliche Beschwerden, ist es möglich mit einem ganzheitlichen Ansatz wie der ES-Methode die faszialen Verklebungen und Verkürzungen zu befreien, damit sich der Körper dann selbstständig reorganisieren kann und die Beschwerden verschwinden. Natürlich wird dir auch erklärt, wie du das System geschmeidig und gesund erhältst. Übrigens findest du dazu auch einige Übungen auf meinem YouTube-Kanal, schau doch mal rein!

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