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Warum Sport für Dich ungesund ist!

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Beim Thema Sport ist unsere Gesellschaft gespalten. Die Einen glauben, Sie machen genug Sport in dem sie die Fußballbundesliga anschauen, andere sitzen 10h pro Tag auf der Arbeit und möchten dieses Muster mit 2h Fitnessstudio pro Woche ausgleichen und einige sind super ambitionierte Hobbysportler, haben jedoch wenig Verständnis davon, was da gerade zwickt  und zwackt im Knie und Rücken.

Das Problem ist, dass Bewegung entweder nur sporadisch in zu geringem Ausmaß stattfindet oder direkt ins andere Extrem umschlägt, dass es einen kompetitiven Charakter bekommt. Fakt ist, der Bewegungsalltag der meisten Menschen ist sehr einseitig/sitzend geprägt und ein Ausgleich ist kaum herzustellen.

Die Bewegungsidiotie beginnt also damit, dass wir uns mangelhaft und einseitig bewegen und uns dann vielleicht gar an Profisportlern orientieren. Profisportler bewegen sich sehr viel, haben meist jahrelanges technisches Training, werden nicht selten durch medizinisches Personal betreut und doch haben die Allermeisten eines gemeinsam. Ihre Karrieren Enden mit Anfang 30, wenns mal richtig gut läuft auch 10 Jahre später. Das liegt nicht primär daran, dass die Leistungsfähigkeit abnimmt, auf Grund der Körperbiologie. Sie sind in den allermeisten Fällen einfach kaputt. Trotz ständiger medizinischer Betreuung, trotz toller Technik, trotz Trainer, die auf alles korrektiv einwirken könnten. Dabei gibt es im kompetitiven Sport auch noch eine große Bandbreite zwischen kaputt gehen und kaputt gehen. Beim Eishockey werden auch mal schwerere Verletzungen einfach weggespritzt, Langzeitfolgen egal. Andre Agassi (oder doch Steffi Graf?) hat geschrieben, dass ihnen heute die Hüfte wehtut, aber dies zur Zeit der aktiven Karriere billigend in Kauf genommen wurde.

Der Hobbysportler hingegen hat natürlich ein viel geringeres Trainingsvolumen und vielleicht auch nicht immer den kompetitiven Trainingsanspruch. Was ihm jedoch auch fehlt, ist das medizinische Personal, die professionellen Trainer und eben auch oft die mangelhafte Bewegungstechnik. Hinzu kommen ein häufig bereits unfunktionaler Körper dank faszialer Verklebungen und Verkürzungen und schnell wird auf das nur kleine Zipperlein munter drauf trainiert, bis dann doch irgendwann der Arzt sagt, Sie sollten besser aufhören mit dem Sport.

Sport per se ist aber nicht schlecht, oder doch? Ich würde sagen, Sport in oben genannter Weise oder als Ausgleich zum Sitzalltag ist selten gut. Er müsste moderat sein und möglichst vielfältige Bewegungen beinhalten. Dabei nicht zu hohe Belastungen generieren und grundsätzlich mal täglich stattfinden.

Ich plädiere zu einem generell größeren Bewegungsumfang über den ganzen Tag verteilt. Es muss ein Bewusstsein für das eigene Bewegungsverhalten hergestellt werden, was sowohl die Quantität als auch Qualität der Bewegung umfasst. Das heißt also, dass wir die 10.000 Schritte nicht nur gehen, sondern auch so gehen, wie ein Mensch natürlicherweise gehen sollte. Dabei bewegt sich tatsächlich der ganze Körper und nicht nur die Beine. Die Füße schauen nach vorne und nicht nach rechts und links. Der Fuß schlägt nicht bei gestrecktem Knie auf der Ferse auf. Dies sollte jedoch erst der Anfang sein! Die meiste Arbeit unserer Arme findet beispielsweise frontal statt (essen, schreiben, Handy gucken usw.) Bei den meisten Menschen sind die Schultern auch entsprechend nach vorn eingerollt, was teilweise durch Stress begünstigt wird, da unbewusst eine schützende Verteidigungshaltung aufgebaut wird.

Um unseren ganzen Bewegungsapparat gesund zu erhalten, brauchen wir also vor allem 2 Dinge. Ein Bewusstsein über unsere häufigsten (Nicht-)Bewegungsmuster sowie das Wissen darum, wie wir Bewegungen, welche den Mustern optimalerweise auch entgegenwirken, effizient in den Alltag einbauen können, sodass wir uns den ganzen Tag bewegen, nicht nur die 2h pro Woche im Fitnessstudio/Yogakurs/….

Ein Anfang bieten hierbei zahlreiche YouTube-Kanäle, die sich um das Thema gesunde Bewegung drehen, so auch meiner. Hier findest du auch einige Office-taugliche Übungen. Willst du die Abkürzung zu einem freien und beweglichen Körper mit gesunder Haltung ist natürlich die ES-Faszientherapie der einfachste Weg. Doch auch hier gilt es, langfristige gute Bewegungsmuster zu etablieren, um nicht nach 2-3 Jahren dort zu stehen, wo man angefangen hat. Aber dabei bekommst du ja dann auch Hilfe.

Übrigens macht dann der Sport (in gesundem Maße) auch wieder viel mehr Spaß und Sinn, da du jetzt kein kaputtes sondern ein funktionales System belastest!

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