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Die Füße – Fundament deines Körpers (Teil 1)

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Die Füße bilden das Fundament unseres Körpers. Darum verwundert es auch nicht, dass diese mit als erstes betrachtet werden sollten, wenn es um die allgemeine Körperhaltung geht. Stehen wir auf einem wackeligen oder schiefen Fundament, müssen die Strukturen darüber dieses kompensieren, wodurch latente Spannungsmuster – möglicherweise mit Schmerzsymptomen – oder eben auch Fehlhaltungen entstehen. Wichtiger Ausgangspunkt einer Analyse dieses Fundaments besteht in der Betrachtung des Fußgewölbes, welches bei vielen Menschen schwach ausgeprägt ist. Wurde Dir schon mal gesagt, du hättest einen Plattfuß?

Wo wir schon beim Fußgewölbe sind, rollen wir das ganze doch mal von vorn auf. Das Fußgewölbe entwickelt sich beim Menschen während der ersten Lebensjahre, genauer, wenn wir beginnen zu laufen. Durch die Bildung des Fußgewölbes kann der Fuß wie eine Feder Kraft aufnehmen und abgeben, also den Stoß eines jeden Schrittes dämpfen. Die Sprungfederwirkung ist bei Kängurus beispielsweise noch stärker ausgeprägt, natürlich dort primär gestützt durch das was bei uns die Achillessehne ist. Faszial hängen all diese Strukturen jedoch zusammen und wirken als ein Ganzes. Unser Fuß ist hoch komplex, in jedem Fuß befinden sich 26 Knochen, allesamt eingebettet in das fasziale Geflecht, um genau diese Funktion des Abdämpfens beim Gehen, Stehen, Laufen und Springen zu erfüllen. Das heißt im Übrigen, dass sich ca. ein Viertel aller Knochen des Menschen in den Füßen befinden.

Nun nutzen wir unseren Körper nicht perfekt symmetrisch, so wie die meisten Menschen eine dominante Hand haben, so haben sie auch ein Spiel- und Standbein. Das spiegelt sich dann in auch in den Füßen wieder, so beobachte ich häufig ein etwas platt getreteneren Fuß auf der Standbeinseite. Paradox, wenn man bedenkt, dass die Muskulatur dort mehr aktiviert ist, also das Fußgewölbe stärker sein müsste? Dazu in einem späteren Beitrag mehr.

Diese Art Asymmetrie kann sich nun auf verschiedene Arten auf den Körper und seine Struktur auswirken. Zum Beispiel kann durch einen etwas platteren Fuß auf einer Seite ein Beckenschiefstand hervorgerufen werden. Nichts, was der Körper nicht kompensieren kann, wenn das System komplett frei ist. Bewegen wir uns nur eingeschränkt und einseitig (im Sinne geringer Vielfalt), Verkleben und Verkürzen jedoch Strukturen und die Beckenfehlhaltung sorgt für immer größere Belastung an wenigen Stellen im Körper. Das Hirn neigt nun dazu gewisse Bewegungen stärker einzuschränken, um diese belasteten Strukturen zu schonen. Dies kann zu Problemen in Knien, Hüfte oder Rücken führen, allerdings ist der Ausgangspunkt mitunter der Fuß. Der Beckenschiefstand kann aber auch dadurch zustande kommen, dass ich wirklich permanent auf einem Bein stehe – unbewusst natürlich, vielleicht wechsle ich sogar ab und an aufs andere Bein, jedoch von der Zeit vielleicht im Verhältnis 10 zu 1. Da auch hier eine permanent einseitige Belastung vorherrscht, werden sich die Faszien diesem Muster anpassen, um den Körper möglichst für diese Aufgabe zu unterstützen. Bei anderweitiger Belastung (die alten Freunde wollen auf den Fußballplatz, im Frühjahr motiviert man sich zum Joggen, eine längere Bergwanderung steht im Urlaub an etc.) können nun auch wieder Probleme auftreten, in ähnlicher Weise wie zuvor beschrieben.

Gesunde Füße sind also entscheidend für eine gesunde Körperhaltung und auch dafür, dass wir uns lange schmerzfrei bewegen können. Um dies zu gewährleisten, müssen wir unser Bewusstsein für unsere Füße schärfen, sodass wir diese über den Tag im gleichen Maße belasten und vor allem in funktionaler Weise nutzen. Gerade die Funktion des Fußes wird jedoch häufig durch unser Schuhwerk negativ beeinflusst. Welche Schuhe warum gut oder nicht so gut sind, erkläre ich im nächsten Teil dieser kleinen Blogreihe.

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